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Apr. 17, 2026

75 Jahre Stefan Szczesny

„75 JAHRE STEFAN SZCZESNY“:

Stefan Szczesny feiert im April seinen 75. Geburtstag – dort, wo Licht, Farbe und Lebenslust seit Jahrzehnten seine Kunst prägen: in Saint-Tropez an der Côte d’Azur. Der international bekannte deutsch‑französische Künstler lebt hier seit 26 Jahren in einem subtropischen Skulpturenpark mit Atelier und Villa – einem Ort, an dem Kunst und Leben untrennbar miteinander verschmelzen. Das Jubiläumsjahr wird von zahlreichen Solo- und Sonderausstellungen begleitet, unter anderem im September im Musée de l’Annonciade in Saint‑Tropez.

In der Einzelausstellung „Malerei 1978–1998. Schattenskulpturen 2007“ (12. Juli – 20. August 2008) präsentierte die Galerie einen umfassenden Überblick über frühe und mittlere Werkphasen des Künstlers. Mit der Ausstellung „Im Licht des Südens“ (25. Juni – 26. Juli 2015) rückte anschließend die mediterran geprägte Bildsprache Szczesnys in den Fokus.

Ein besonderer Höhepunkt der Zusammenarbeit war die Dialogausstellung „Elvira Bach – Stefan Szczesny“ (21. Juli – 24. September 2023), in der beide Künstler ihre Malerei und Plastiken aus mehreren Jahrzehnten einander gegenüberstellten. Die Präsentation im Kuppelsaal des Glaspalasts machte die Nähe beider Positionen zur Generation der „Jungen Wilden“ ebenso sichtbar wie ihre eigenständigen, bis heute zeitgenössischen Bildwelten.

Als Mitbegründer der „Neuen Wilden“ prägte Stefan Szczesny Anfang der 1980er‐Jahre eine Rückkehr zu expressiver,
figurativer Malerei. In bewusster Abkehr von konzeptueller Kühle verlieh er der Kunst wieder Leidenschaft, Sinnlichkeit und
emotionale Kraft. Was ihn hierbei besonders macht, lässt sich fühlen: Die expressive südländische Lebensfreude, der er sich
mit Passion verschrieben hat – Optimistische, farbenfrohe und harmonische Form- und Figuren-Spiele in Acryl auf Leinwand,
kredenzt Szczesny mit Freude ohne Skepsis, eine Hingabe ans Leben an eine positiv gefärbte Welt. In der Tradition Henri
Matisse’ begreift auch Stefan Szczesny den weiblichen Akt nicht als Handlung, sondern als Zustand. Wie bei Matisse ist der
nackte Körper weder dramatisiert noch moralisch aufgeladen, sondern selbstverständlich vorhanden. Während Matisse den Akt
als autonome, in sich ruhende Form denkt, führt Szczesny ihn weiter als ikonische Figur von Lust, Freiheit und Begehren
bewusst gesehen, bewusst ausgestellt, bewusst schön.

Geboren in München studierte er an der dortigen Akademie der Bildenden Künste sowie parallel Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie. Früh verband er Theorie und Praxis, arbeitete als Kunstkritiker und archäologischer Zeichner und wurde Meisterschüler von Günter Fruhtrunk. Sein Weg führte ihn nach Paris, mit Stipendien der Villa Massimo in Rom und der Villa Romana in Florenz, sowie nach New York, wo sein Atelier in Tribeca sein künstlerisches Denken nachhaltig prägte. Seit den 1980er‑Jahren wurde die Karibik zu einer weiteren Inspirationsquelle. Szczesnys Œuvre umfasst Malerei, Zeichnung, Skulptur, Keramik, Glas und großformatige Installationen. International realisierte er bedeutende Kunst- und Architekturprojekte, darunter für die Expo 2000 in Hannover und die Insel Mainau.

Mit der Gründung der „Szczesny Art Foundation“ 2020 in Saint‑Tropez schuf er eine Institution zur Bewahrung und Vermittlung seines Œuvres mit dem Ziel eines eigenen Museums. Aktuell arbeitet er an dem internationalen Projekt „UNESCO #Art4GlobalGoals Stilart“, das von Koblenz über Düsseldorf bis zur UNESCO Paris führte und 2027 mit einer Kunst‑Segelregatta von Duisburg nach Rotterdam fortgesetzt wird.

 

Fotos: © Stefan Szczesny

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